Erinnerungen an die Stadt des Kindes

Ausgangspunkt für dieses Portrait ist das ehemals architektonische und sozialpädagogische Vorzeigeprojekt „Stadt des Kindes“ in Wien Penzing. Knapp 30 Jahre (1974–2002) beherbergte die „Stadt“ im Schnitt 200 Kinder. In fünf Wohnhäusern fanden diese Kinder ein neues Umfeld, nicht wie gewöhnlich im Verborgenen, sondern in einem von der Öffentlichkeit wahrnehmbaren Zentrum mit Schwimmbad, Theater, kleiner Sportanlage und Gaststätte. Die Anlage war betont offen für Nicht-BewohnerInnen. Die „Stadt des Kindes“ wurde 2002 im Zuge der pädagogischen Reform „Heim 2000“ der Stadt Wien geschlossen und 2008 teilweise abgerissen.

Ich wurde nach deren Schließung auf die „Stadt des Kindes“ aufmerksam. Sofort an der Idee sowie der Anlage selbst interessiert, begann ich mit Filmaufnahmen und konnte Bilder aus der Zeit vor dem im August 2008 erfolgten Teilabriss festhalten. Die besondere Faszination der „Stadt des Kindes“ lag für mich darin, dass die Spuren des einstigen dortigen Lebens auch Jahre nach der Schließung deutlich sichtbar und lebendig waren.

Aus diesen Aufnahmen soll nun ein Film entstehen, der Erinnerung aus verschiedenen Perspektiven thematisiert.

Zu diesem Zweck suche ich noch Menschen, die die Stadt des Kindes von Innen erlebt haben und bereit wären, mir darüber Auskunft zu geben.

stadtdeskindes@visualworkers.net

 

 

Genre
Dokumentarfilm

Länge
ca. 20 Minuten

RegieKameraSchnitt
Marco Antoniazzi

Status
in Vorbereitung